KontaktImpressum
Häuslingshaus, Langwedel
zurück

Befundsicherung in Form eines Raumbuchs


Objektbeschreibung
Das Langwedler Häuslingshaus ist ein Zweiständerfachwerkhaus mit einem Grundriss von ca. 9,35 x 12,00 Metern. Laut hauskundlichem Gutachten wird der Ursprungsbau auf 1768 datiert. Das heutige Gebäude weist jedoch zahlreiche Umbauten und Erweiterungen auf. Als wichtigste Eingriffe sind u.a. eine auf 1842 datierte Erweiterung des Gebäudes an der Seite des Wirtschaftsgiebels sowie die zeitlich dem 20. Jahrhundert zuzuordnende Zusetzung der "Schwarzen Küche" und der Bau des Schornsteins zu nennen. Hinzu kommen als wesentlich spätere Eingriffe der Einbau einer Wohnung und die Dachdeckung mit modernem Material. Das Innere des Hauses präsentiert sich heute jedoch nach wie vor mit der für diesen Haustyp typischen Aufteilung in Diele mit Flett, Küche offenem Durchgang in die östliche Kübbung sowie Stube, Große und Kleine Kammer sowie Keller und Überresten seitlicher Stallungen.
Langwedler Häuslingshaus
Langwedler Häuslingshaus
 
Ausgangssituation
Die Befundsicherung wurde 2011 durch den örtlichen Kulturverein beauftragt. Ziel der weitgehend durch das Niedersächsische Landesdenkmalamt finanzierten Maßnahme war, den noch erhaltenen Bestand an Wandfassungen zu untersuchen und zu dokumentieren, um die Ergebnisse in ein Gesamtkonzept für Erhalt und Instandsetzung des Gebäudes einfließen zu lassen. Das Häuslingshaus war im April 2011 bereits durch ein hauskundliches Gutachten erfasst worden, welches neben dendrochronologisch ermittelten Datierungen auch maßstabsgetreue Bestandpläne enthält. Diese Unterlagen sowie aus ihnen entstandene digitale Plangrundlagen und professionelle Fotografien der Wandabwicklungen dienten der restauratorischen Untersuchung als Arbeitsgrundlage.

Fragmentarische Farbbefunde in der Diele
Fragmentarische Farbbefunde in der Diele
Maßnahmen
Untersuchung des Gebäudes mit raumweiser Beschreibung der Werktechnik und des Zustandes der historischen Wand-/ Decken-/ und Fußbodenflächen

Detailbeschreibungen besonderer Bauteile bzw. Dokumentation und Verortung von Einzelbefunden

Erstellung von Farbschichtenfolgen

Zusammenstellung eines Untersuchungsberichts mit Empfehlungen zum möglichen Umgang mit dem Bestand Grobkostenschätzung für Sicherungs und Restaurierungsmaßnahmen




Auftraggeber
Langwedeler Kulturverein e.V.
Denkmalschutzbehörden
Landkreis Verden, Fachdienst Bauen, Planung und Straßen
Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege Hannover
Planungsbüro
Werner Kreitel-Haberhauffe, Sulingen
Hauskundliches Gutachten
Heinz Riepshoff, Verden (Aller)
Fotografie
Anja Steffen, Fotodesign Langwedel
Ausführung
Diplomrestauratorin Ch. Maier M.A.
Farbbefunde
Farbbefunde
Farbbefunde
Farbbefunde



Kartierung der unterschiedlichen Putze der Flettwand
Kartierung der unterschiedlichen Putze
der Flettwand