KontaktImpressum
St. Ägidienkirche , Hülsede (Laueneau)
zurück

Restauratorische Untersuchung und Restaurierungskonzept


Objektbeschreibung
Der Ursprungsbau der St. Aegidienkirche entstand um die Wende zum 13. Jahrhundert und soll noch vor 1450 wieder verändert worden sein. Heute präsentiert sich die Kirche als einschiffiger Bau, bestehend aus überwölbtem Chorraum mit angrenzender Sakristei, zwei Langhausgewölben sowie dem Turmraum. Den Innenraumeindruck prägen vor allem die Gewölbemalereien von 1577 sowie die, aus derselben Zeit stammende Empore und die Kanzel. Die figürlichen Darstellungen in den Gewölben sind meist schwarz konturiert und vor- wiegend in Rot-, Grün- und Ockertönen auf einen hellen Fond gemalt. Zu ihren jeweiligen Seiten befinden sich entsprechend der Darstellungen zugehörige Psalmen oder Verse. Beides wird von einem in Grisailletechnik ausgeführten Rahmensystem aus Blatt- und Rollwerk eingefasst, welches durch farbig abgesetzte Apfel- und Birnenbuketts sowie Rankenwerk verziert wird.
St. Ägidienkirche
St. Ägidienkirche
 
Ausgangssituation
Die im November 2010 durchgeführte restauratorische Untersuchung der Wandmalereinen in der St. Aegidien-Kirche in Hülsede ist Teil einer auf ein Jahr angelegten Untersuchungskampagne zur Klärung von Schadensursachen an den Wandmalereien. Obwohl die letzte restauratorische Maßnahme erst etwa 20 Jahre zurückliegt, werden seit einiger Zeit seitens der Gemeinde neue Abblätterungen im Wand- und Deckenbereich beobachtet.
Um Art und Umfang dieser Schäden im Detail besser beurteilen zu können wurde eine Fläche im westlichen Joch
zugänglich gemacht und eingehend untersucht.
Parallel zu den restauratorischen Maßnahmen werden die klimatischen und bauphysikalischen Bedingungen denen die Wandmalereien durch die allgemeinen Verhältnisse im Kirchenraum ausgesetzt sind ermittelt und dokumentiert. Unter Berücksichtigung aller Ergebnisse soll die Situation der Kirche nach Ablauf eines Jahres beurteilt und entsprechend bewertet werden.

Musterflächen Vorzustand
Musterflächen Vorzustand
Musterfläche Endzustände
Musterfläche Endzustände
Maßnahmen
Untersuchung und Dokumentation des technologischen Aufbaus und der Restaurierungsgeschichte und des Zustands der Malereien

Anlegen von Musterflächen zur Konservierung der Wandmalereien

Entwicklung eines Konservierungskonzepts mit entsprechender Grobkostenschätzung für die Konservierung und Restaurierung der Wandmalereien

Erstellung eines Leistungsverzeichnisses für die Ausschreibung der Konservierungs und Restaurierungsarbeiten




Auftraggeber
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Hülsede (Lauenau)
Bauleitung
Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers, Kunstreferat und Amt für
Bau- und Kunstpflege Hannover
Denkmalschutzbehörde
Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege Hannover
Bauphysikalisches Gutachten
Dr.-Ing. Helmut Berling, Braunschweig
Ausführung
Diplomrestauratorin Ch. Maier M.A.
Detail
Detail
Maßnahmenkartierung der Musterfläche
Maßnahmenkartierung der Musterfläche